Von der Untreue…

Wo fängt Untreue an? Im Kopf? Im Bauch? Mit den Lippen? Mit den Händen?

Wie weit geht man, wenn man die ersten Schritte schon bereit war zu machen? Ist Untreue heilbar? Ist Untreue natürlich?

Wahrscheinlich war jeder schonmal davon betroffen aber allgemeingültig eingrenzen kann man es nicht. Für jeden beginnt es woanders und die einzige Wahl die man hat ist damit zu leben oder davor zu fliehen.

Untreue steckt in allem was wir tun, wir sind untreu uns selbst gegenüber, unseren Partnern gegenüber, unseren Eltern und Lehreren, dem Staat und unseren Prinzipien gehen wir fremd. Wir gewöhnen uns so schnell daran und blicken nicht mehr zurück. Eine Entscheidung wie jede andere… Wer weiß auch schon womit er sich wirklich treu wäre? Was die eigenen Prinzipien sind und wo man ehrlich hin möchte – wer weiß das schon?

Vielleicht sind wir auch einfach nicht dafür gemacht treu zu sein. Vielleicht sollen wir tun was uns iin den Sinn kommt, schlafen mit wem wir wollen, tun und sagen was wir wollen und am Ende nichts bereuen. Wäre das eine bessere Welt? Jeder lebt für die anderen und gegen ihn, bis der Körper, das Aussehen so ein Leben nicht mehr zulassen und dann siechen wir dahin in Einsamkeit. Sind wir deshalb treu? Wenn wir es nicht sind, verletzen uns die anderen. Weil wir sie verletzt haben? Sind nicht alle so? Vor wem verstecken wir unsere Untreue?

Vor dem Partner, damit er uns nicht sitzenlässt, vor den Eltern damit sie sich nicht schämen, vor den Freunden, damit sie nicht schlecht hinter unserem Rücken reden. Also doch für die anderen?

Ist Liebe die Antwort auf Untreue? Gibt es eine Liebe die uns alle Untreue vergessen lässt, solange bis unser Bewusstein entschwebt und darüber hinaus? Warum gibt es diesen Begriff? Warum „Liebe“? Wieso denkt sich ein Wesen das mit der Untreue lebt ein Wort wie „Liebe“ aus? Eine Utopie? Der perfekte Mensch am Ende einer Reise voller Opfer?

Oder steckt sie in uns? Eine Art Serum das das Wesen schon von Anfang an in sich trägt.

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